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Zeughaus Teufen

ZWISCHENSTELLUNG

Zwischenstellung es geht weiter animation

ZWISCHENSTELLUNG (November 2012 bis Mai 2013)

mit Christian Kathriner, Vera Marke, Michel Pfister, Christian Ratti,  Jürg Rohr, Thomas Stüssi, Samuel Bänziger, Paul Hugentobler & Martin Benz,
Patrick Kessler & Stefan Baumann

 

Zwischenstellung

Zwischen zwei Ausstellungen sind Ausstellungsräume in der Regel dem Publikum nicht zugänglich. Dabei wäre gerade beim Ab- und Aufbau viel Spannendes zu beobachten: Das allmähliche Verschwinden von liebgewordenen Exponaten, die aus ihrem vorübergehenden Zusammenhang gerissen und oft unwiderruflich zerstört werden oder ihren Status als Kunstwerk verlieren. Im Gegenzug entsteht Neues: Ideen und Gedanken konkretisieren sich und werden allmählich zur Wirklichkeit einer neuen Ausstellung.

Die Zwischenzeit soll nun künftig im Zeughaus als Chance genutzt werden und Einblicke in zurückliegende und bevorstehende Projekte ermöglichen. So wird diese Phase zum eigenständigen Bindeglied zwischen den einzelnen Projekten. In der ersten Zwischenstellung sind unter anderem Werke von Kilian Rüthemann, Karin Bühler und Hans Schweizer aus der ersten Ausstellung geblieben. Einzelne Werke haben eine neue Position im Haus gefunden; Sandra Kühnes feines Papiergespinst hängt nun in der Grubenmann-Sammlung. Die den Raum querenden Holzbänder haben durch einen erneuten Einsatz ihres Erschaffers Michel Pfister eine neue, weiterentwickelte Form gefunden. Andere Arbeiten werden langsam und gezielt demontiert: Jürg Rohrs Wand- bild verschwindet allmählich wieder hinter der Oberfläche; Thomas Stüssis Konstruktion wird in «Bechüe» zerlegt, und der Träger wird einstürzen. Vom selben Künstler sind nun auch Variationen mit schwebenden Stützen sichtbar – eine seiner Ideen, die er zum Kunst und Bau-Projekt en- twickelt hat. Von Christian Ratti ist eine dokumentarische Präsentation seines eben- falls für das Kunst und Bau- Projekt entworfene Projekt zu sehen. Teile dieses Vorschlages werden im kommenden Frühling in einer neuen Form weiterentwickelt. Die Gedanken hinter dem realisierten Kunst und Bau-Projekt werden von Christian Kathriner in nachvollziehbarer Weise dargelegt. Von Vera Marke werden Bilder hoch gehängt, und die beiden den Bauprozess begleitenden Fotografen, Paul Hugentobler und Martin Benz, zeigen mit ihrer Aus- beute den Verwandlungsprozess des Hauses. Zu guter Letzt werden Teile des von Samuel Bänziger geschaffenen grafischen Erscheinungsbildes von ihm selbst an der Wand weiter dekonstruiert.

Patrick Kesslers und Stefan Baumanns tiefe Streichinstrumente bilden den Basso continuo dieses Projekts: Die beiden entwickeln im Mittelgeschoss ihr Projekt DOWNHILL vor Publikum, fast jeden Donnerstag kann ihnen bei der Arbeit zugehört und zugeschaut werden. Der freie Eintritt und die bereitstehenden Getränke bilden den passenden Rahmen dazu.

Ulrich Vogt

 

 

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